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AC Mailand, Geschichte der feurigen Teufel
Man kann es sich nur schwer vorstellen, was sich am 16. Dezember 1899, dem Abend, an dem in einem Saal des l’Hotel du Nord in Mailand der Milan Cricket and Football Klub gegründet wurde, zugetragen hat; zu einem Zeitpunkt, an dem es das Mediolanum bereits gab, den Erzrivalen Internazionale jedoch noch nicht. Stars wie Ronaldinho, George Weah und David Beckham haben in Ihren besten Jahren das Trikot des Traditionsklubs getragen. Wir erzählen Ihnen gern mehr über die Geschichte des Klubs:

Damals, als alles begann, im l’Hotel du Nord…
Sechs fußballverrückte junge Männer aus England und ein paar italienische Freunde trafen sich an langen Tischen. Sie aßen Ossobucco und tranken ein Glas Rotwein; British style, of course. Alfred Edwards, zu diesem Zeitpunkt englischer Vize-Konsul von Mailand, wurde während der ersten Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden ernannt. Außerdem anwesend: Herbert Kilpin, ein robuster Engländer mit Schnauzbart, dem die Rolle des Kapitäns/Managers zugeteilt wurde. Der Schlachtersohn aus Nottingham hatte schon zehn Jahre in Turin gewohnt, war Angestellter bei einer italienischen Textilfabrik und hatte in Piëmonte bereits Football gespielt. Dort war er jedoch den statischen Charakter des Spiels, dem man in der Anfangszeit auf der Piazza in Turin häufig begegnete, schnell satt. Seiner Meinung nach ähnelten diese Leibesübungen eher Damengymnastik mit Ball als Calcio!

 

In Mailand hatte Kilpin eine echte Fußballrevolution vor Augen. Der Engländer strebte mit der Gründung des Klubs una squadra calda, viva e vera oder, anders ausgedrückt, ein inspiriertes, lebendiges und echtes Team an. Er war der Meinung, dass das Spiel viel körperbetonter und dynamischer sein musste, natürlich im Einklang mit den Regeln des Original English Football. Und so kam es dann auch. Kilpin sprach an besagtem Abend im l’Hotel du Nord voller Stolz: „Wir sind das Team von „il Milan“, dieser großartigen Stadt! Und wir werden eine Mannschaft aus lauter leidenschaftlichen Teufeln zusammenstellen.“ Die Gründungsmitglieder von Milan (engl. für: Mailand) entschieden sich für Rot und Schwarz als Vereinsfarben und Kilpin bestand auf die Verwendung senkrechter Streifen; zu Ehren des Trikots von Nottingham Forest, seiner Geburtsstadt. Kilpin: „Rot symbolisiert das Feuer und Schwarz die Angst, die wir unseren Gegnern einflößen werden!“ Applaus!

Scotch Whiskey
Obwohl an diesem Abend mehrere Briten im l’Hotel du Nord anwesend waren, wird Kilpin als der Gründer des Milan Football and Cricket Klub angesehen. Später wurde der Verein dann mehrere Male umbenannt: zunächst in Milan Football Klub, und dann, wiederum einige Jahre später, in den endgültigen Namen Associazione Calcio Milan, unter dem die Welt des internationalen Fußballs von den i Rossoneri, den Rot-Schwarzen, erobert wurde. Vor dem Hintergrund einer italienischen (Amateur-)Liga, die noch in den Kinderschuhen steckte, entwickelte Kilpin sich zur Kultfigur und zum ersten echten Superstar der Serie A. Ein ausgezeichneter Vorstopper/Mittelfeldspieler, der seine Mannschaft bereits in den Jahren 1901, 1906 und 1907 zum Titel führen sollte. Eine gefährliche Vorliebe für Zigaretten und Hochprozentiges stellten dabei keineswegs ein Hindernis dar. Laut eines Gerüchts brachte der Milanese während der Spiele seiner Mannschaft sogar eine Flasche Scotch Whiskey in einer Kuhle in der Nähe des eigenen Tores unter, um damit den Frust über ein Gegentor betäuben zu können. Es kam dann vielleicht gar nicht so überraschend, dass das mit Sicherheit sehr turbulente Leben des Engländers bereits 1916, im Alter von 46 Jahren, sehr früh und mit leerem Portemonnaie endete. Es ist schon etwas merkwürdig, dass Kilpin seinem Status als Fußballheld und Gründer des heutzutage am häufigsten gepriesenen Klubs zum Trotz, 1916 nur eine anonyme letzte Ruhestätte erhielt, neben anderem „Gesindel“ und Protestanten. Zum Glück verstehen die Italiener es aber ihre Helden, auch post mortem, zu ehren. Seien sie römisch-katholisch oder nicht. Auch wenn es letztendlich fast ein ganzes Jahrhundert gedauert hat, bevor dies geschehen sollte: Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 110-jährigen Bestehen des Klubs wurde für einen der Gründer des italienischen Fußballs eine Neubestattung organisiert. Jetzt ruht er auf einem exponierten Platz auf dem Cimitero Monumentale in Mailand. Um genau zu sein: Herbert Kilpin, anno 2011, Galerie XV, Grabnummer 162. Dort liegt er neben zahlreichen italienischen Männern und Frauen mit großen Namen und noch mehr Ruhm, wie zum Beispiel Oliveri, Mameli, Pizzi und Ferrari. Auf seinem Grabmal aus Marmor wurden die heiligen Buchstaben eingraviert: „Rossonero L’Eternita“, Rot-schwarze Ewigkeit.

Schraubenzieher
Kurzum: AC Milan hat also, Kilpin sei Dank, 1899 das Licht der Welt erblickt, mitten in einer Zeit, in der die industrielle Revolution sich mit aller Macht Ihren Weg bahnte. Es waren unruhige Zeiten des Fortschritts. Der Kapitalismus hatte gerade begonnen, die Welt zu erobern, genau so wie der Sozialismus. In der noch jungen Italienischen Republik wurde die Macht der römisch-katholischen Kirche lauthals infrage gestellt und auch in diesem Zusammenhang ist es zu verstehen, dass der Teufel als Vereinssymbol gewählt wurde. Er war dem britisch-protestantischen Teil der Anhängerschaft Milans ein willkommenes Symbol für Freiheit und Rebellion für Ihre Polemik gegen den Papst. Es existiert auch die Ansicht, dass das rote Symbol für den sozialistischen Charakter des Klubs steht, den er während der ersten Jahre seines Bestehens hatte, da ein großer Teil der Fans der Arbeiterklasse angehörte. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der Spitzname der Fans des AC Mailand: casciavitt (Schraubenzieher, im Mailänder Dialekt). Die Stimmung war auf jeden Fall euphorisch. „Finalmente!“, titelte die Mailänder Sportzeitung la Gazzetta dello Sport, zwei Tage nach der Gründung des Milan Cricket and Football Club. „Endlich existiert in Mailand auch ein Fußballklub und jeder, der den ansehnlichen Fußballsport lernen möchte, kann sich für das Training auf den Feldern bei Trotter melden, wo Übungsleiter und Mannschaftskameraden zu festen Zeiten zugegen sein werden.“ Und ob Sie kamen. Sie kamen in Scharen. Italiener, Engländer, Schweizer und ein einzelner Belgier, der geniale Dribbelkünstler Louis van Hege, der in italienischen Medien nach kurzer Zeit schon liebevoll „Luigi“ genannt wurde.
François Menno Knoote wurde als erster Holländer schon früh, nämlich im Jahr 1905, Teil des Teams. Im Jahr 1879 geboren in Den Haag, zog es Knoote zu Beginn des letzten Jahrhunderts nach Mailand. Nicht des Balls, sondern der Künste wegen. In der Stadt der Oper und des Scala wollte Knoote seine Gesangstechnik verbessern. An freien Tagen rannte er einem Ball hinterher, einem sehr schweren Exemplar, welches noch mit dicken, schnürsenkelartigen Fäden versehen wurde. Wenn man der Gazzetta dello Sport glauben will, dann war der „Olandes volante“ ein Schönwetterfußballer, der nur in Aktion trat, wenn es am Sonntagmittag trocken blieb. Aus diesem Grund stattete Knoote la Galleria im Stadtzentrum von Mailand, einem der ersten überdachten Einkaufszentren weltweit, regelmäßig einen Besuch ab, um sich auf dem Barometer die Wettervorhersage anzusehen. Bei einem hohen Regenrisiko blieb Knoote am nächsten Tag einfach daheim. Wenn es während eines Spiels unerwartet doch anfangen sollte zu regnen, dann rannte der Mittelfeldspieler schnurstracks vom Feld. Duschen, anziehen und auf Wiedersehen! Er verhielt sich so wasserscheu, da eine Erkältung seiner kostbaren Stimme hätte schaden können. Und Fußball war zu diesem Zeitpunkt noch reines Spiel. Wahrscheinlich wird er aber den Meistertitel, den er 1906 im Dienst von AC Mailand gewann, trotz seiner Vorsicht ausgiebig gefeiert haben. 1908 wurde mit Internazionale übrigens der zukünftige Erzrivale von ein paar Abtrünnigen des AC Mailand gegründet. AC Mailand, bzw. il Milan, zu Beginn auch la squadra Inglese (das englische Team) genannt, erlebte in dieser Zeit große Erfolge, aber auch einige Tiefschläge.

Il ragazzo d’oro
Der Klub holte viele Titel, den nationalen Pokal 1963 und 1969, als erste italienische Mannschaft überhaupt sogar den Europa-Cup I. Es waren goldene Zeiten mit dem legendären Querulanten Nereo Rocco auf der Bank, den man auch einfach El Paron nannte. Auf dem Feld hatte Gianni Rivera das Sagen. Il ragazzo d’oro, der Goldjunge, der so unwiderstehlich antäuschen, sich drehen und die Gegner ausdribbeln konnte und damit das Publikum in San Siro in Verzückung brachte. Der Name des Stadions stammt übrigens vom heiligen San Siro, dem im gleichnamigen Stadtviertel bereits eine Kapelle gewidmet war. Die Bedeutung, die Rivera für den Klub hatte, entsprach etwa der von Beckenbauer für den FC Bayern oder von Johan Cruijff für Ajax Amsterdam: einer echten Klubikone eben. Die tifosi rossoneri haben es Ruud Gullit später nie ganz verzeihen können, dass er bei seiner offiziellen Präsentation 1987 nicht wusste, wer denn noch mal genau der große Gianni Rivera war. In Mailand erlebte man lange Zeit wahrhaft glorreiche Zeiten, aber in den Siebziger- und Achtzigerjahren war es erst einmal vorbei mit der Herrlichkeit. Finanzielle Probleme, Missmanagement und Fehlkäufe führten dazu, dass der einst so stolze AC Mailand Mitte der Siebzigerjahre in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit verschwand. Die Saison 1979/1980 war eine der schwärzesten in der Geschichte des Vereins, denn Bestechungsvorwürfe endeten mit der Strafversetzung in die Serie B. Calcioscomesse, der bis dato größte Bestechungsskandal in der Geschichte des italienischen Fußballs. Als es wirklich nicht mehr schlimmer kommen konnte, ergriff Silvio Berlusconi die sich bietende Gelegenheit beim Schopfe. An einem schönen Februartag übernahm der Fernsehmogul, der mit Immobiliengeschäften reich geworden war, die Macht und sorgte mit dem AC Mailand für Brot und Spiele. Er holte in den achtziger Jahren das „Trio Olandese“ (van Basten, Gullit, Rijkaard) nach Mailand und schon bald wurde wieder die europäische Spitze erreicht.

Van Basten - Rijkaard - Gullit

Fünfundzwanzig Jahre später kann sich Berlusconis Lieblingskind als erfolgreichster Klub der Welt bezeichnen, wenn man die Zahl internationaler Titel (unter Einbeziehung auch weniger prestigeträchtiger Titel wie dem Europäischen Supercup oder dem Weltpokal) als Maßstab nimmt. Der nicht gerade für seine ausgesprochene Bescheidenheit bekannte Präsident nimmt diese Ehre gern ganz für sich selbst in Anspruch. Der ehemalige italienische Ministerpräsident stand unter Dauerbeschuss aufgrund sexueller Eskapaden auf Bunga-Bunga-Partys. Auch das verwaltungstechnische Chaos rund um den nicht abreißenden Flüchtlingsstrom von Nordafrika nach Lampedusa war für seine Popularität eher abträglich; aber ansonsten gibt es über den großen Boss des AC Mailand nicht viel zu klagen. Schon gar nicht vonseiten der Fans der Rossoneri, und vor allem nicht in einem Jahr, in dem Berlusconi sein silbernes Jubiläum feiert. Auf einer Gran Gala, im zentral gelegenen und schicken Mailänder teatro Manzoni, wurde darum Ende Februar ein Toast ausgesprochen auf „il presidente“ und auf die ruhmreiche Vergangenheit des Vereins. Diese Feier vollzog sich mit dem Jubiläum an der Spitze des Tisches und mit einer 750 Gäste zählenden Gesellschaft; mit dabei waren u. a. George Weah, Marco van Basten, Paolo Maldini, Arrigo Sacchi, Franco Baresi und zahlreiche weitere aktuelle Helden und Helden vergangener Zeiten. Wahrscheinlich werden sie sich während der Antipasti mit einem Lächeln zurückerinnert haben an den ersten Scudetto unter dem neuen Chef Silvio im Jahr 1988, als dessen aufgemotzter AC Mailand dem SSC Neapel des großen Diego Maradona auf einmal überlegen war und ein neues goldenes Zeitalter eingeläutet wurde. Viele Meisterschaften, europäische Titel und Weltpokal sollten folgen. Die Väter dieses Erfolgs waren erst Arrigo Sacchi und das Trio Olandese (s. Foto), während der ersten Blütezeit, sowie Fabio Capello und Carlo Ancelotti in späteren Jahren. Stadion Silvio Berlusconi Einmal ein Milanista, immer ein Milanista. Oder, wie Carlo Ancelotti seine Liebe zum Klub rossonero kürzlich ausdrückte: „Ich bin ein Fan des AC mit Herz und Nieren. Ich könnte also niemals als Trainer von Inter arbeiten.

Während man im teatro Manzoni noch bis in die frühen Morgenstunden eine Polonaise nach der anderen tanzte, zeichnete sich in der Ferne bereits der Gewinn des 18. Scudetto ab; ein Titel, nach dem der AC Mailand nach zwischenzeitlichen Erfolgen auf europäischer Bühne, bereits sieben lange Jahre so sehr verlangt hatte. Endlich wieder Erfolge im eigenen Land, nach Jahren der Hegemonie von Juventus und Inter. Dies war bereits der 27. Preis unter der Leitung des Erlösers, Silvio, für den genug nicht selten viel zu wenig ist. In einer Fernsehsendung von Porta a Porta ließ il Cavaliere kürzlich verlauten, dass sein nächstes Ziel eine Namensänderung des Giuseppe Meazza-Stadions sei. Es solle in Zukunft „Stadion Silvio Berlusconi“ heißen. Berlusconi: „Ich bin der erfolgreichste Vereinspräsident aller Zeiten! Santiago Bernabeu kann da nicht mithalten und auch nach ihm wurde ein Stadion benannt.“ Kein Witz. Übrigens ist Berlusconi, wenn man nach der Summe der gewonnenen Titel geht, möglicherweise der erfolgreichste Präsident der Welt, aber man sollte nicht vergessen, dass er dann alle(!) (inter-)nationalen Titel und Preise mitrechnet. Vor allem auch die weniger prestigeträchtigen Titel, wie den Europäischen Supercup beispielsweise, den man zu Zeiten von Santiago Bernabeu noch gar nicht gewinnen konnte. Aber … Ehre, wem Ehre gebührt, denn der Unterschied zur Lage des Klubs im Jahr 1986 ist schon enorm. Am Rande des Abgrunds, sowohl in sportlicher, wie in finanzieller Hinsicht und dann tauchte auf einmal dieser steinreiche Medienmogul auf. Mit seinen Millionen hauchte er dem Klub wieder Leben ein. Mit Arrigo Sacchi beorderte er einen damals noch relativ unbekannten Trainer auf die Bank und angelte sich mit seinem Privathubschrauber ebenfalls die noch recht unbekannten Spieler Ruud Gullit, Frank Rijkaard und Marco van Basten, mit denen er in Rekordzeit die Fußballwelt eroberte – zu allem Überfluss auch noch mit attraktivem Offensivfußball. Laut Trainer Sacchi eine Variation des „Totaalvoetbal“ der Niederländer, der in den Siebzigerjahren von Ajax Amsterdam und der niederländischen Nationalmannschaft praktiziert wurde. Es war ein reges Kommen und Gehen von Spielern und Trainern, nur einer blieb auf seinem Posten: Silvio Berlusconi. Während seiner gesamten 25-jährigen Amtszeit verstand der von Ihm so geliebte AC Mailand es mehr oder weniger, sich durchgängig an der Spitze zu halten. 112 Jahre später hat sich die Mannschaft zu dem entwickelt, was der Gründervater Herbert Kilpin vor Augen hatte: „Eine Mannschaft voller leidenschaftlicher Teufel, die dem Gegner mit Ihrer Spielweise Angst einjagen werden.“

Quelle: Milaan voetbalstad, The Sports Editions 2011

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